GIESSEN (mip/r). Es stellen wieder, wie zu Beginn der Reihe, die mit Frank Sygusch und Miranda Glikson gestartet ist, zwei Künstler aus.
"Unser täglich Stoff"
Fotografien von Martin Przybilla
und
„direkt!“
Fotografien von Rossi Mechanezidis
Eröffnung am Freitag, den 25. Juni 2010, um 17.00 Uhr
im Atrium des Rathauses, Berliner Platz 1
Die Ausstellung wird eröffnet von der Oberbürgermeisterin und Kulturdezernentin der Stadt Giessen, Dietlind Grabe-Bolz und der Kuratorin der Kunsthalle, Dr. Ute Riese.
Rolf Wegst /Fotograf am Stadttheater Giessen und Anna Bell, Studentin der JLU führen in das Werk der beiden Fotografen ein.
Neben der Kunsthalle Giessen gibt es eine weitere Präsentationsfläche für Kunst im neuen Kulturrathaus Giessen, die ebenfalls allen Rathausbesuchern öffentlich zugänglich ist. Zwei großzügige Wandflächen auf dem ersten und zweiten Stock des Atriumtreppenhauses, weithin einsehbar von den Besuchern des Rathauses, bieten mit insgesamt ca. 50 m Hängefläche Raum für Fotografie und Grafik.
Das Projekt „Kunst im Rathaus“, das die Kuratorin der Kunsthalle Dr. Ute Riese organisiert, basiert darauf, dass Künstler/Innen aus Giessen und Umgebung diese Reihe kuratorisch mitgestalten. Nach dem Motto „Du bist dran“ wählen die Künstler/innen, die dort ihre Werke präsentiert haben, die Nachfolgeposition aus.
Diese Ausstellungsreihe bezieht den Dialog der Künstler untereinander mit ein und setzt auf die regionale Vernetzung der Kunstszene Giessens und Oberhessens.
Martin Przybilla "Unser täglich Stoff"
Die Haut ist das flächenmäßig größte Organ des menschlichen Körpers und dient der Abgrenzung von Innen und Außen, dem Schutz vor Umwelteinflüssen, der Repräsentation und Kommunikation. Doch in unserem Alltag fügen wir dem noch eine weitere Ebene hinzu: Wir hüllen uns in Stoff, der auf die Haut trifft.
Die Optik von Martin Przybillas Bildern fängt die Haptik des Gewebes ein, dessen Beschaffenheit unsere Selbstwahrnehmung beeinflusst. Grob, fein, glatt, rauh, anpassungsfähig und fließend oder steif und unnachgiebig - die unterschiedlichen Eigenschaften der Stoffhülle können dem Träger ein Gefühl der Freiheit, Stärke und Sicherheit, der Exklusivität, Geborgenheit oder des Zwangs und der Ohnmacht verleihen.
Martin Przybilla, der im Stadttheater Giessen tätig ist, wurde vorgeschlagen von Miranda Glikson, die ihre Arbeiten 2009 im Rathaus präsentiert hat. Rolf Wegst vom Stadttheater Giessen führt in die Arbeit des Künstlers ein. Martin Przybilla ist bei der Eröffnung anwesend und steht für Fragen zur Verfügung.
Rossi Mechanezidis „direkt!“
Der fotografische Schwerpunkt von Rossi Mechanezidis liegt auf der Portraitdarstellung. Er bevorzugt als Modelle Menschen mit "Charakterköpfen" und Personen, die ihn durch ihre Art, ihre Ausstrahlung und ihre Natürlichkeit in den Bann ziehen.
Deren Ausstrahlung und Charisma sind das, was Rossi Mechanezidis in seinen Portraits visualisieren möchte. Digitale Verfremdung und ästhetische Perfektionierung meidet zugunsten eines vitalen Realismus. Er fotografiert bevorzugt analog auf Film.
Für die Ausstellung „direkt!“ hat Rossi Mechanezidis sich für eine Auswahl von Schwarzweiss - Portraits entschieden. Es sind Portraits von Charakterköpfen - direkt, unprätentiös, nüchtern, sensibel, aus dem Moment heraus eingefangen. Sie blicken den Betrachter direkt an und entfalten dadurch ihre einnehmende Präsenz.
Anna Bell, Kunststudentin der J.L.U. Giessen führt in die Arbeiten von Rossi Mechanezidis ein. Der Künstler ist bei der Eröffnung anwesend und steht für Fragen zur Verfügung.
Laufzeit der Ausstellung ist vom 25. Juni bis 27. August 2010; geöffnet von Montag bis Freitag 8.00 - 17.00 Uhr
Giessen, 22. Juni 2010
Februar 2012
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