WIESBADEN (mip/r). An den hessischen Hochschulen haben im Jahr 2006 insgesamt 154 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler habilitiert und damit den förmlichen Nachweis der wissenschaftlichen Lehrbefähigung erbracht. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, entsprach diese Zahl dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Der Frauenanteil bei den Habilitierten war weiterhin gering: Mit 31 wurde nur jede Fünfte der erfolgreich abgeschlossenen Habilitationen von einer Frau abgelegt.
Wie in den zurückliegenden Jahren, wurden auch 2006 die meisten Habilitationen (74) in der „Humanmedizin“ gezählt. Es folgten mit deutlichem Abstand die „Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ mit 26, die „Sprach- und Kulturwissenschaften“ mit 24 und die Fächergruppe „Mathematik, Naturwissenschaften“ mit 16 Habilitationen. Die restlichen 14 Habilitationen verteilten sich auf die Fächergruppen „Ingenieurwissenschaften“, „Kunst“, „Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften“ sowie „Sport“.
Von der Universität in Frankfurt wurden 54 Habilitationen gemeldet, gefolgt von den Universitäten in Gießen mit 42 und Marburg mit 38 Abschlüssen, der TU Darmstadt mit zehn und der Universität in Kassel mit acht. Die private European Business School in Oestrich-Winkel erteilte zwei Lehrbefähigungen.
Das Durchschnittsalter der Habilitierten lag bei gut 40 Jahren. Der Jüngste habilitierte sich mit 31 Jahren in Agrartechnik, der Älteste mit 56 Jahren im Prozessrecht.
Giessen, 19. März 2007
Mai 2012
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