GIESSEN (mip/r). Die FH Giessen-Friedberg hat erfolgreich am Wettbewerb um Fördergeld aus dem Programm „Forschung für die Praxis“ teilgenommen. Zum zweiten Mal nach 2009 fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst praxisnahe Forschungsprojekte an den Fachhochschulen. Mit dieser Initiative sollen angewandte Forschung und Entwicklung in Hessen gestärkt werden. Die FH Giessen-Friedberg erhält insgesamt rund 100.000 Euro für zwei Einzelvorhaben und ein Verbundprojekt.

Mit der Erhöhung der Verkehrssicherheit in engen Landstraßenkurven befasst sich das geförderte Projekt von Prof. Andreas Bark
(Foto: priv.)
Auf „Sicherheitspotentiale an engen Landstraßenkurven“ konzentrieren sich Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Andreas Bark vom Fachbereich Bauwesen. Er geht von dem statistisch gesicherten Befund aus, dass sich auf Landstraßen im Durchschnitt schwerere Unfälle ereignen als auf anderen Verkehrswegen. Dabei untersucht er vor allem mögliche Zusammenhänge zwischen der Seitenraumgestaltung in engen Landstraßenkurven und der Unfallschwere. Daraus sollen Empfehlungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit resultieren.
Mit der „Verbesserung der Dosimetrie für die stereotaktische Radiochirurgie“ befasst sich ein Projekt, das Prof. Dr. Klemens Zink vom Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz leitet. Dabei geht es um eine effektive und schonenede Methode zur Behandlung gutartiger und bösartiger Tumorerkrankungen. Das Projekt hat das Ziel, per Simulationsverfahren die messtechnischen Kenngrößen für die Dosimetrie kleiner Bestrahlungsfelder zu bestimmen.
Bei der „Zellmobilisierung mittels Proteinvernetzung durch Transglutaminase“ kooperiert Prof. Dr. Peter Czermak vom Institut für Biopharmazeutische Technologie mit Prof. Dr. Hans-Lothar Fuchsbauer vom Fachbereich Chemie- und Biotechnologie der Hochschule Darmstadt. Dieses Gemeinschaftsprojekt, das als Einstieg in einen größer angelegten Forschungskomplex konzipiert ist, soll die Geweberegeneration beim Menschen unterstützen. Zu diesem Zweck werden neuartige Rezepturen mit speziellen Stammzellen, Zellgerüstproteinen und einem Vernetzungsenzym entwickelt.
Auswahlkriterien für die Projekte waren unter anderem die Chancen einer späteren Einwerbung von Drittmitteln, der Innovationsgrad, die Transferrelevanz und die Nachhaltigkeit in Bezug auf künftige Aktivitäten in Forschung und Entwicklung.
Giessen, 12. Juli 2010
Februar 2012
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