GIESSEN (mip/r). Im Zuge von Renovierungen, Dachausbauten und Wärmedämmungsmaßnahmen an Außenfassaden der Häuser sind in den letzten Jahren – oft ohne Absicht – viele Brutplätze von Mauerseglern zerstört worden.
Mauersegler sind wahre Flugkünstler, fast ihr gesamtes Leben verbringen Sie in der Luft. Ihre Brutplätze finden sich meist in Hohlräumen unter Dachtraufen. Ihren Brutplatz halten sie selbst ausgesprochen sauber, sodass sie an Gebäuden oftmals überhaupt nicht bemerkt werden. Mauersegler vertilgen massenweise Insekten, die sie jagend schnell in der Luft erbeuten.
Mauersegler sind besonders geschützt. Ihre Brutplätze dürfen keinesfalls dauerhaft beseitigt werden. Die Untere Naturschutzbehörde bittet Hausbesitzer darum, dies bei Renovierungen und Baumaßnahmen zu beachten sowie bei Renovierungen Ersatzquartiere neu anzulegen. Setzen Sie sich in diesem Fall mit der Unteren Naturschutzbehörde in Verbindung, rät Stadtrat Rausch.
Wer zum Mauerseglerschutz beitragen möchte, kann auch aktiv und ohne großen weiteren Pflegeaufwand etwas dafür tun. Bringen Sie Nistkästen an Gebäuden an und Sie schaffen damit neuen Lebensraum für diese Akrobaten der Lüfte, rät Frau Brühl von der Unteren Naturschutzbehörde. Stadtrat Rausch weist zudem darauf hin, dass die Stadt das Anbringen von Mauerseglernistkästen voraussichtlich im kommenden Jahr finanziell fördern wird.
Gerne können Sie sich hierzu unter Telefonnummer 0641/306-2142 darüber informieren.
Giessen, 12. Juli 2010
Mai 2012
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