WIESBADEN (mip/r). Im Jahr 2009 sank die Bevölkerungszahl in Hessen um weitere 3000 auf knapp 6 062 000 Einwohner. Damit nahm die Bevölkerungszahl im fünften Jahr in Folge ab. Nach Mitteilung des Hessischen Statis-tischen Landesamtes war der Bevölkerungsrückgang niedriger als im Vorjahr (minus 7600), und etwa gleich hoch wie im Jahr 2007 (minus 2800). Die Wanderungsbilanz 2009 war mit knapp 159 000 Zu- und 152 000 Fortzügen mit 6900 Personen im Plus, gegenüber einem Wanderungsgewinn von 700 Personen im Jahr 2008. Dagegen schlug der Saldo aus Geborenen und Gestorbenen mit einem höhe-ren Geburtendefizit von 9900 zu Buche. Die Zahl der Sterbefälle stieg gegenüber dem Vorjahr um 600 auf knapp 60 700. Gleichzeitig sank die Zahl der Geburten um 1000 auf den neuen Tiefstand von 50 700 (bisher 2006: 51 400).
Der positive Saldo aus den Wanderungsbewegungen mit den anderen Bundesländern nahm um 1300 auf 3500 Personen ab. Die Bilanz gegenüber dem Ausland war im Jahr 2009 mit 3400 Personen im Plus im Vergleich zu minus 4000 Personen im Vorjahr. Maßgeblich für die hohen Wanderungsverluste in 2008 waren die zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen im Zuge der bundesweiten Einführung der Steuer-Identifikationsnummer. Insgesamt wurden 2009 über 66 000 Zuzüge aus dem Ausland und rund 63 000 Fortzüge ins Ausland registriert. Darunter waren 10 200 Deutsche, die nach Hessen kamen, sowie 13 500, die Hessen verließen.
Per Saldo zogen somit 3300 (2008: 5650) deutsche Staatsbürger ins Ausland, die meisten davon in die Schweiz (1069), nach Großbritannien (404), in die Vereinigten Staaten (318) sowie nach Österreich (278).
Giessen, 13. November 2010
Mai 2012
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