31. März 2007 | 20.00 Uhr | Dom zu Wetzlar
01. April 2007 | 16.00 Uhr | Johanneskirche Giessen
GIESSEN (mip/r). Johann Sebastian Bach wollte am Sterbetag Jesu zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Gemeinde für den jeweiligen Hauptgottesdienst mit der JOHANNES-PASSION etwas ganz Besonderes schaffen. Dieses Oratorium bringt nun der Kammerchor Gießen Wetzlar und der Sinfonietta Giessen unter der musikalischen Leitung von Jan Hoffmann zu Beginn der Karwoche an zwei Terminen zur Aufführung: Am Samstag, dem 31. März, um 20.00 Uhr im Dom zu Wetzlar und am Palmsonntag, um 16.00 Uhr in der Johanneskirche in Giessen. Als Solisten sind neben den Ensemblemitglieder des Stadttheaters John Carlo Pierce (Tenor) und Matthias Ludwig (Jesus) auch Kirsten Blaise (Sopran), Anke Haas (Alt), Michael Roman (Bass) und Bernhard Gärtner (Evangelist) zu hören.
Karten zu 18 Euro, ermäßigt 12 Euro, erhalten Sie an der Theaterkasse, Johannesstraße 1, oder unter der Telefonnummer (0641) 7957-60/-61.
Als am Karfreitag 1724 in einem der Leipziger Hauptgottesdienste die eigens für diesen Anlass komponierte PASSIO SECUNDUM JOANNEM – der Leidensweg Jesu nach dem Bericht des Evangelisten Johannes – von Johann Sebastian Bach zum ersten Mal erklang, hörte die Gemeinde ein für damalige Verhältnisse an Umfang, vor allem aber an Qualität, Anspruch und geistlichem Tiefgang ungewöhnliches Werk. Ob jemand ahnte, dass diese Passion des damals seit einem Jahr amtierenden neuen Thomaskantors Jahrhunderte später zu den wichtigsten Werken musikalischer Weltliteratur gehören würde?
Schon im Eingangschor dokumentiert der Komponist sein Verständnis der Leidensgeschichte nach Johannes in musikalischen Sinnbildern. Die Passion des Gottessohnes zielt auf das Erlösungswerk an den Menschen. Im Gegensatz zur Matthäuspassion unterstreicht Bach in der Johannespassion die Dramatik des Geschehens durch die unerbittliche Folge virtuoser Turbachöre und die knapp komponierten Rezitative. In den Chorälen wendet sich das Geschehen an den Zuhörer, und reflektiert das Geschehen aus persönlicher Sicht. Die wenigen Arien gehören zum Schönsten, was Bach komponiert hat, und zeigen den Reichtum barocker Instrumentation und Kompositionsvielfalt. Überragende konstruktive Ideen und wunderbare Musik stecken in diesem Meisterwerk der Kirchenmusik.
Musikalische Leitung: Jan Hoffmann
Sinfonietta Giessen | Kammerchor Giessen-Wetzlar
Kirsten Blaise – Sopran | Anke Haas – Alt | John Carlo Pierce – Tenor
Michael Roman – Bass | Bernhard Gärtner – Evangelist | Matthias Ludwig – Jesus
Stefan Rath – Laute | Holger Faust-Petersen – Gambe
Giessen, 22. März 2007
Mai 2012
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