GIESSEN (mip/r). Mit einer Mischung aus Altbewährtem und neuen Angeboten gestaltet die Jugendförderung des Landkreises Giessen das Programm des zweiten Halbjahres 2010.
Bildungs- und Freizeitangebote für Jugendliche wechseln sich dabei ab: „Diese Vielfältigkeit ist wichtig, um den verschiedenen Jugendlichen in unterschiedlichen Lebenslagen gerecht zu werden“, betont Dirk Oßwald, Jugenddezernent des Landkreises. Fachtage und Fortbildungen ergänzen das Angebot. Dies, so Teamleiterin Ingrid Macht, sei notwendig, um mit Fachkräften über aktuelle gesellschaftspolitische Veränderungen in der Diskussion zu bleiben und gemeinsam pädagogische Strategien zu entwickeln.
Neben den etablierten Events wie den Jungenaktionstagen, dem Jugendkulturfestival „Bring Anna Mit“ im September und schließlich den Mädchenaktionstagen im Oktober stehen in diesem Herbst auch eine Studienfahrt nach Berlin und ein Aufenthalt in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz in Polen auf dem Programm.
Wegen der großen Nachfrage startet die Jugendförderung auch in diesem Halbjahr wieder eine aus mehreren Modulen bestehende Jugendleitercardausbildung, wie Kreisjugendpfleger Matthias Lotz ausführt. Hier erfahren ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Jugendarbeit wichtige Qualifikationen von „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort“ bis zu „Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen heute“.
Die geschlechtersensible Arbeit ist seit Jahren ein festes Standbein der Jugendförderung und schlägt sich auch im aktuellen Programm nieder. Besonders erwähnt sei ein Fachtag im Herbst, der sich mit möglichen Kooperationen von Mädchen- und Jungenarbeit beschäftigen wird.
Weiterhin ist das Jugendbildungswerk auch als Koordinierungsstelle für die Sozialarbeit an Schulen im Landkreis zuständig, berichtet der zuständige Bildungsreferent Patrick Amend. Für diese Zielgruppe bietet das Jugendbildungswerk einen Fachtag zum Thema „Mobbing an der Schule“ an.
Erweiterung erfahren hat der Bereich der Rechtsextremismusprävention, wie Jugendbildungsreferentin Wiebke Dierkes betont. Neben den bereits etablierten Projekttagen an Schulen und Fortbildungen für Fachkräfte arbeitet das Jugendbildungswerk an der Initiierung eines kreisweiten „Jugendnetz gegen Rechts“.
Das ausführliche Programm kann unter www.jugendfoerderung.lkgi.de heruntergeladen werden. Weitere Informationen erteilt Kreisjugendpfleger Matthias Lotz unter 0641/93909102
Giessen, 28. Juli 2010
Februar 2012
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