GIESSEN (fsy). Äußerst erfolgreich verlief die 27. Auflage der Tour der Hoffnung. Der traditionelle Prologtag mit dem Rundkurs von Giessen über Fernwald nach Lich und zurück führte das Peloton mit seinen gut 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am vergangenen Mittwoch zu zahlreichen Zwischenstopps an denen jeweils Spenden übergeben wurden. Am Abend fand die offizielle Toureröffnung - mit der Übergabe von weiteren Spenden - im Licher Golfclub statt.
Viel Prominenz aus Wirtschaft, Politik, Sport und den Medien radelte anschließend mehrere Tage für den guten Zweck und sammelte über 1.4 Millionen Euro an Spenden für krebskranke Kinder.

Johann Lafer nahm zum zweiten Mal am Prologtag der Tour der Hoffnung teil und ersteigerte ein Gemälde von Siggi Menges
(Fotos: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)

Am Prologtag war das Fahrerfeld bei der Getränkeindustrie Mittelhessen in Wieseck gestartet und radelte entlang der Wieseckaue nach Annerod zum ersten Stopp, direkt am Hof des Malerbetriebes Häuser. Dort erhielt man einen Scheck in vierstelliger Höhe und zusätzlich eine „kleine Spende“ von 100 Euro von den Anneröder Konfirmanden. Den Scheck überreichte Lars Wottawa an die Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer. Sie ist eine der zahlreichen Sportlerinnen und Sportler, die im großen Fahrerfeld der Tour der Hoffnung radeln und die Idee tatkräftig unterstützen.

Stopp am Rewemarkt in Fernwald am Prologtag der Tour der Hoffnung 2010
(Foto: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)
Von Annerod aus bewegte sich das Fahrerfeld nach Fernwald, um dort vor dem Rewemarkt den zweiten Stopp einzulegen. Bevor Mitorganisator Reinhard Schargitz bekanntgab, dass ab jetzt auch die Hüttenberger Handballer mit dem Logo der „Tour der Hoffnung“ in der Bundesliga auf dem Trikot werben, übergaben die Fernwälder Schecks über 5000 Euro.

Ehepaar Kordes mit Tourteilnehmern Gerhard Kessler (li.) und Regierungspräsident Dr. Lars Witteck (2.v.re.)
(Foto: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)
Im Hof der Licher Brauerei angekommen erwartete das Peloton ein kleines Volksfest: Hunderte Schaulustige und Gäste hatten sich eingefunden, um die Taufe einer Rose mitzuerleben. „Die Rose der Hoffnung“, mit der Farbe gelb wurde von der Rosenschule Kordes`Söhne aus Holstein in Schleswig-Holstein gezüchtet und wird ab 2011 auf den Markt kommen. Als zukünftige Botschafterin soll die „Rose der Hoffnung“ für die Hoffnung stehen und in vielen Gärten in Deutschland erblühen. Einen Euro wird die „Tour der Hoffnung“ in Zukunft aus dem Verkauf jeder Rose erhalten.
Heino, der bekannte Schlagersänger deutscher Volkslieder, nahm gemeinsam mit dem Ehepaar Kordes, der Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, der Landrätin Anita Schneider, der Schirmherrin der Tour, Olympiasiegerin und Weltmeisterin Petra Behle, der Sängerin Géraldine Olivier und dem Tourinitiator Prof. Fritz Lampert die Taufe vor. Die Taufe der Rose erfolgte mit frischem Licher Bier. Kurz darauf landeten Eberhard Gienger und Weltmeister Klaus Renz mit dem Fallschirm direkt im Hof der Licher Brauerei.

Sängerin Géraldine Olivier
(Foto: Frank Sygusch)
Anschließend ging es auf den Weg zurück nach Giessen und der erste Stopp auf der Rückfahrt führte ins Schiffenberger Tal zur Möbelstadt Sommerlad. Die Firma Sommerlad unterstützt die „Tour der Hoffnung“ seit vielen Jahren und auch in diesem Jahr überreichte Frank Sommerlad einen Scheck über 10 000 Euro. Sein beliebtes italienisches Eiscréme verteilte Peppi und die beiden Tour-Fallschirmspringer Gienger und Renz landeten erneut punktgenau auf einem Bett mitten auf dem Parkplatz von Sommerlad.

Vorständler der Volksbank Mittelhessen Volker Remmele tanzt mit Gèraldine Olivier in der Plockstrasse in Giessen
(Foto: Frank Sygusch)
Weitere Zwischenstopps in Giessen erfolgten in der Giessener Innenstadt vor der Volksbank und bei Claus Rüdiger Menges in der Alicenstrasse. Hier wurden 5000 Euro überreicht und ein Gemälde von Siggi Menges für den guten Zweck zur Versteigerung angeboten und spontan vom Starkoch Johann Lafer - unter großem Beifall - für 5000.- Euro gekauft.

Landrätin von Giessen Anita Schneider (2.v.re.) und Oberbürgermeisterin der Universitätsstadt Giessen Dietlind Grabe-Bolz (re.) beim Zwischenstopp in der Alicenstrasse bei Rüdiger Menges
(Fotos: Frank Sygusch)
Volker Klein, sportlicher Leiter der Tour der Hoffnung mit Prof. Dr. Fritz Lampert

Abschließend radelte das Fahrerfeld in die Nähe der Hessenhallen und besuchte die Firma Speicher-Boxx. Die Geschäftsführer Jürgen Müller und Andreas Kraft überreichten 5000 Euro und ließen zusätzlich 200 blaue Luftballons in die Luft steigen: jeder gefundene und abgegebene Ballon bringt der Tour der Hoffnung weitere zehn Euro Spendengeld ein. Kurz vor der Rückkehr zur mittelhessischen Getränkeindustrie gab es den letzten Stopp beim Sportstudio 3 F im Wiesecker Weg und weitere 1000 Euro für die Tour-Spendenkasse.

Organisationsleiter der Tour der Hoffnung Gerhard Becker (li.) mit dem hauptamtlichen Beigeordneten im Landkreis Giessen Siegfried Fricke (mi.) und dem ehemaligen Beigeordneten Stefan Becker
(Foto: Frank Sygusch)
Weitere Infos unter:
http://www.tour-der-hoffnung.de
Giessen, 18. August 2010 / Filmbeitrag von Frank Sygusch (Giessen-Server.de)
Februar 2012
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