HEUCHELHEIM (mip/r). Der Heuchelheimer Technologiekonzern Schunk hat das schwierige Jahr 2009 gut überstanden und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Nach deutlichen Einbußen im vergangenen Jahr geht das Unternehmen davon aus, in 2010 wieder sehr nahe an das Umsatz- und Beschäftigungsniveau des Rekordjahrs 2008 heranzukommen.

Gerhard Federer - Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk-Gruppe
(Bild: Frank Sygusch / Giessen-Server.de (Archiv) )
„Unsere verstärkten Vertriebsaktivitäten in Amerika und der Ausbau des asiatischen Marktes haben uns durch die Krise geholfen“, so der Vorsitzende der Unternehmensleitung der Schunk-Gruppe Gerhard Federer in einer Pressemitteilung. Während von dem konjunkturbedingten Rückgang im letzten Jahr vor allem die Hauptabsatzmärkte in Deutschland, Westeuropa und Osteuropa betroffen waren, fielen die Umsatzeinbußen in Amerika deutlich schwächer aus. In Asien konnte die Schunk-Gruppe 2009 sogar einen Zuwachs verzeichnen. „Durch den gezielten Ausbau des Asiengeschäftes konnten wir zusätzliche Absatzmärkte erschließen und unsere global agierenden Kunden vor Ort unterstützen“, erklärt Gerhard Federer. „Ziel war dabei nicht die Verlagerung von Produktion. Vielmehr hat die gute Entwicklung in Amerika und Asien dazu beigetragen, dass wir unsere Kapazitäten in Deutschland im letzten Jahr nicht ganz so weit herunterfahren mussten – mit positiven Effekten für die Beschäftigungssituation an den deutschen Schunk Standorten“.
Trotzdem konnte im vergangenen Jahr eine Reduzierung der weltweiten Gesamtbelegschaft nicht verhindert werden. Der Stellenabbau hatte dabei vor allem die Auslandsgesellschaften getroffen, wo arbeitsmarktpolitische Möglichkeiten wie die Kurzarbeit fehlten. In Deutschland hingegen wurde alles getan, um die Stammbelegschaft zu erhalten. Eine Tatsache, die dem Unternehmen heute zugute kommt. „Das Know-how und die Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Grundvoraussetzungen, um auf den anhaltenden wirtschaftlichen Wieder-Aufschwung reagieren zu können“, betont Gerhard Federer.
Heute beschäftigt die Schunk-Gruppe an ihren mittelhessischen Standorten Heuchelheim, Wettenberg und Reiskirchen-Lindenstruth mit knapp 2.900 Mitarbeitern unverändert mehr als ein Drittel ihrer weltweiten Belegschaft. Damit gehört der Technologiekonzern zu den größten industriellen Arbeitgebern der Region. „Seit Beginn des Jahres konnten wir die Gesamtzahl der Mitarbeiter in Mittelhessen um etwa 150 erhöhen“, so der Vorsitzende der Unternehmensleitung. Die hohe Anzahl an Ausbildungsplätzen –deutschlandweit werden derzeit etwa 200 junge Menschen bei Schunk ausgebildet – wie auch der hohe Stellenwert der Weiterbildung und Qualifizierung unterstreichen die auf die Zukunft ausgerichtete Personalarbeit.
Die erfolgreiche Entwicklung der Schunk-Gruppe ist auch auf das umfassende Investitionsprogramm zurückzuführen, das trotz des wirtschaftlichen Einbruchs im vergangenen Jahr fortgeführt wurde. Mit einem Gesamtvolumen von rund 65 Mio. Euro hat die Schunk-Gruppe seit 2007 an ihrem Stammsitz in Heuchelheim allein in den Ausbau des Bereichs Hochtemperaturanwendungen investiert und seine Kapazitäten für die Herstellung, Reinigung und Beschichtung von maßgeschneiderten Kohlenstoff- und Graphitbauteilen für die Halbleiter- und Solarindustrie deutlich erhöht. Mit dieser vorausschauenden Investition legte das Unternehmen den Grundstein für weiteres Wachstum. Wachstum, das sich im diesjährigen Umsatz widerspiegeln wird, schließlich rechnet die Schunk-Gruppe – trotz der wieder aufkeimenden Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Weltkonjunktur – in 2010 mit einem konsolidierten Umsatz von rund 800 Mio. Euro.
Besonders gut hat sich seit Jahresbeginn das auf den Konsumgüterbereich ausgerichtete Geschäft entwickelt, wo die Schunk-Gruppe u. a. Komponenten für die Automobilbranche sowie für Elektrowerkzeuge und Haushaltsgeräte produziert. Aufgrund des starken Wachstums arbeitet das Unternehmen in einigen Bereichen bereits an der Kapazitätsgrenze, in manchen Bereichen bestehen sogar Engpässe. Im Investitionsgüterbereich hingegen ist erst in den letzten Monaten eine Belebung der Auftragseingänge festzustellen. Hier zeigt sich der traditionell spätzyklische Charakter des Geschäfts im Anlagenbau.
„Insgesamt schauen wir zuversichtlich in die Zukunft. Wir wachsen und zwar profitabel – vorausgesetzt, die Konjunktur macht uns keinen Strich durch die Rechnung“, fasst Gerhard Federer zusammen.
Die Schunk-Gruppe ist ein international agierender Technologiekonzern mit mehr als 60 operativen Gesellschaften und rund 8.000 Mitarbeitern in 26 Ländern. Spezialisiert auf System- und Werkstofftechnik bietet der Unternehmensverbund ein breites Produkt- und Leistungsspektrum aus den Bereichen Kohlenstofftechnik und Keramik, Umweltsimulationstechnik und Klimatechnik, Sintermetalltechnik und Ultraschallschweißtechnik.
Giessen, 01. September 2010 / Bild: Giessen-Server.de (Frank Sygusch)
Februar 2012
Giessen Links
Stadt Giessen
Justus-Liebig-Universität
Fachhochschule Giessen
Tourist Information Giessen
Kunsthalle Giessen
Stadttheater Giessen (Jahresprogramm)
Mathematikum in Giessen (Jahresprogramm)
Botanischer Garten in Giessen
Liebig Museum in Giessen
Kümmerei in Giessen
Messe Giessen