GIESSEN (mip/r). Letzten Sonntag nutzten wieder über 5000 Menschen die Gelegenheit, ihr Stadttheater aus ungewöhnlichen Perspektiven kennen zu lernen. Ein buntes Programm machte Lust auf Schauspiel, Tanz und Musik.

„Tag der Offenen Tür“ im Stadttheater Giessen
(Foto: Stadttheater Giessen)
Augen auf und Ohren spitzen hieß es beim Tag der offenen Tür, denn viel gab es zu erfahren über die Berufe am Theater und das spannende Programm der neuen Spielzeit. Einen besonderen Ohrenschmaus stellte wieder das Eröffnungskonzert des Philharmonischen Orchesters Giessen dar, das wetterbedingt dieses Jahr im Großen Haus stattfand. Die Tänzer ließen sich beim Training beobachten und der Leiter und Choreograph der Tanzcompagnie Giessen, Tarek Assam, erklärte die unterschiedlichen Schrittfolgen bei modernem und klassischem Ballett.
Das Schauspielensemble führte mit virtuosem Spiel von AISCHYLOS zu AMADEUS und das Musiktheater bot einige Arien aus den nächsten Premieren auf. Phantasievolle Darbietungen gab es auch im Ballettsaal zu sehen, hier zeigte der Jugendclub Tanz sein ganzes Können. Die Techniker ließen sich über die Schulter schauen und demonstrierten in einer beeindruckenden Show die Tricks der Bühne.
Für die zahlreichen jungen Besucher des Stadttheaters war mit dem Klangparcours ein ganz besonderes Programm bereitet. Einen weiteren Höhepunkt bildete der Nitzan-Chor aus Giessens israelischer Partnerstadt Netanya. Zudem führten drei Rallyes auf verschlungenen Wegen durch alle Abteilungen des Hauses. Knifflige Fragen galt es dabei etwa über den Beruf des Dramaturgen und die theatereigene Fußballmannschaft zu beantworten.
Zum krönenden Abschluss des Tages spielte noch mal das Philharmonische Orchester Giessen zusammen mit der Musikschule Gießen auf. Das traditionelle Abschlusskonzert wurde zu einem heiteren Fest für die ganze Familie, als Generalmusikdirektor Carlos Spierer eine Einführung ins Dirigieren gab. Einige durften beim Walzer „An der schönen blauen Donau“ selbst zum Taktstock greifen: Da floss die Donau mal langsam und mal schneller – sehr zum Spaß der Zuhörer.
Für den Schlusskanon hatte der Leiter des Kinder- und Jugendchors, Martin Gärtner, wieder komponiert und getextet. Aus den Stücktiteln der neuen Spielzeit wurde ein mehrstimmiger Kanon, in den der ganze Saal, der Kinder- und Jugendchor, die Musikschule und schließlich das Philharmonische Orchester einstimmten. Dem Motto der Spielzeit 2010/2011 entsprechend, endete der Tag der offenen Tür beim letzen Takt auf ein entschiedenes „Klick“.
Giessen, 01. September 2010 / Bild: Stadttheater Giessen
Februar 2012
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