GIESSEN (mip/r). Unter dem Motto „Heizen mit der Erde und Erhitzen von Wasser mit der Sonne“ zeigt das Umweltamt der Stadt Giessen vom 01. bis 12. November im Atrium des Rathauses am Berliner Platz eine Wanderausstellung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie.
19 Schautafeln informieren in Text und Bild rund um das Thema Geothermie und Solarthermie.
Um das Klimaschutzziel, den Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu senken, auch nur annähernd erreichen zu können, sollte - so Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich - jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Seien es die Wärmedämmung von Häusern, Stromsparmaßnahmen durch die Nutzung energieeffizienter Geräte oder - wie in der Ausstellung erläutert - die Nutzung erneuerbarer Energien.
Solarthermische Anlagen fangen über Kollektoren das Sonnenlicht ein und erwärmen damit Brauchwasser. Die Geothermie nutzt die Wärme der Erde und stellt bei geeignetem Untergrund, abgestimmter Haustechnik und guter Planung eine Alternative zu herkömmlichen Heizungssystemen dar. Bei einer detaillierten Beratung durch unabhängige Fach¬leute sollte bei der Entscheidung für ein bestimmtes Heizungssystem jedoch auch immer der regionale Aspekt mit berücksichtigt werden, so besitzt Gießen z.B. ein sehr energieeffizientes großflächiges Fernwärmenetz und ist in einigen Bereichen aus geologischen und hydrogeologischen Gründen für die Erdwärmegewinnung nicht geeignet.
Die Ausstellung erklärt an Schautafeln Funktionsweise, Einsparpotential und Genehmigungsverfahren der unterschiedlichen Anlagen. Außerdem steht ein umfangreiches Sorti¬ment der neusten Broschüren zu den verschiedenen Aspekten des Energiesparens für Inte¬ressierte zur Mitnahme bereit.
Umweltdezernentin Weigel-Greilich rät zur umfänglichen Information, da „der beste Weg, Energie einzusparen immer mit einer Beratung beginnt. Nur wenn ich weiss, welche Maßnahmen bei welchen Standort- oder Lebensbedingungen möglich und sinnvoll sind, können optimale Lösungen gefunden werden.“
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gießener Umweltamtes beantworten Fragen gerne unter der Telefonnummer 0641 306-2113 oder vermitteln weiter zu den unabhän¬gigen Fachleuten des „Giessener Gebäudepasses“.
Die Ausstellung kann kostenlos vom 01. bis 13. November, montags bis donnerstags jeweils von 7:00 – 18:00 Uhr und freitags von 7:00 – 15:00 Uhr im Atrium des städtischen Rathauses am Berliner Platz 1 besichtigt werden.
Giessen, 30. Oktober 2010
Mai 2012
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