Verzahnung von akademischem Wissen und praxisnaher Ausbildung möglich
GIESSEN-FRIEDBERG (mip/r). Umfassende Marktkenntnisse, Sprachkompetenz, fundiertes Spezialwissen – seit Jahren wachsen die Anforderungen von Unternehmen an die Qualifikationen ihrer Beschäftigten. Gut ausgebildetes Personal wird immer mehr zur Schlüsselressource und - leider auch - zum Engpass. Der Grund: Während junge Akademiker oft ohne Trainee-Programm nicht in der Lage sind, Führungsaufgaben zu übernehmen, verlassen qualifizierte Auszubildende mit Abitur nach ihrer Lehre häufig den Betrieb in Richtung Universität oder FH. Eine ideale Lösungsmöglichkeit bietet an dieser Stelle das duale Studium – betriebliche Praxis und Hochschulstudium in einem. Der Vorteil liegt in der Verzahnung von akademischem Wissen und praxisnaher Ausbildung, einem ausgewogenen Kosten-Nutzenverhältnis sowie der Gewinnung und Bindung ausgezeichneter Nachwuchskräfte.
Dass eine Kooperation mit Hochschulen oder Berufsakademien auch für kleinere und mittlere Unternehmen lohnend sein kann, wollen die Projektpartner der Initiative SteP – Studium und Praxis in Hessen – das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Hessischen Unternehmerverbände sowie die Arbeitsgemeinschaft Hessischer Industrie- und Handelskammern, zeigen.
Die IHK Giessen-Friedberg bietet hierzu am 25. April um 14 Uhr im Seminargebäude in Friedberg, Hanauer Straße 5, die Informationsveranstaltung „Duale Studiengänge als Chance für kleine und mittlere Unternehmen“ an.
Vorgestellt wird nicht nur das 2001 ins Leben gerufene „StudiumPlus“ der FH Gießen-Friedberg, durch das derzeit rund 300 Studierende der Fächer Wirtschafsingenieurwesen, Betriebswirtschaft und Ingenieurwesen, den Bachelor- oder Masterabschluss anstreben. Auch die Diplomstudiengänge IS+A und IS+I (Maschinenbau, Mechatronik, Material- und Fertigungstechnologie) der FH Giessen-Friedberg sowie die dualen Studiengänge der Bildungsstiftung Butzbach (FH Frankfurt) präsentieren sich. „Die neuen dualen Studienmodelle bilden eine zunehmend attraktive Alternative für Unternehmen und Schüler im Vergleich zur etablierten Berufsausbildung oder dem klassischen Hochschulstudium“, hebt Elke Ehlen, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK Giessen-Friedberg hervor. Über 1 000 Unternehmen in Hessen bilden bereits einen Teil ihres Nachwuchses im Rahmen dualer Studiengänge aus.
Anmeldungen zur Informationsveranstaltung sind telefonisch unter 06031/609-3005 möglich.
Ansprechpartnerin ist Annliese Schaub von der IHK Giessen-Friedberg.
Giessen, 16. April 2007
Mai 2012
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