GIESSEN (mip/r). Für das Land Hessen und somit auch den Landkreis Giessen besteht nach ersten Erkenntnissen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) keine Gefahr von dem mit Dioxin kontaminierter Futter- bzw. Lebensmittellieferungen betroffen zu sein. “Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Ermittlungen auch eine Beteiligung der Region Mittelhessen ergeben“ betonte der hauptamtliche Kreisbeigeordnete und Dezernent für Verbraucherschutz und Veterinärwesen Siegfried Fricke.
Ein Hersteller von Futterfett in Schleswig Holstein hat eine ursprünglich nicht für Futterzwecke bestimmte Partie Mischfettsäure in mehreren Partien Futterfett eingemischt. Betriebliche Eigenuntersuchungen des Unternehmens haben einen Dioxinwert von 123 ng/kg TE-WHO im Futterfett festgestellt.
Mehrer Mischfutterunternehmen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg wurden von Anfang November bis Ende Dezember 2010 mit dioxinverunreinigtem Fett beliefert. Dieses ist als Komponente bei der Futtermittelherstellung verarbeitet worden.
Bei einer Einmischrate von üblicherweise 2 bis 10 Prozent kann eine Überschreitung des für Mischfutter zulässigen Höchstgehaltes an Dioxin nicht ausgeschlossen werden. Das hergestellte Mischfutter wurde an verschiedene Legehennenbetriebe, Schweine- und Geflügelmastbetriebe sowie Ferkelaufzuchtbetriebe geliefert. Bisher vorliegende Analysenergebnisse für Futtermittel und Eier ließen zum Teil erhebliche Höchstmengenüberschreitung für Dioxin erkennen.
Giessen, 05. Januar 2010
Mai 2012
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