GIESSEN (mip/r). Der von Franz Schubert 1827 komponierte, hochromantische Liederzyklus DIE WINTERREISE ist die bewegende Geschichte eines Wanderers, der ohne ein wirkliches Ziel vor Augen, und mit aufgewühlter Seele, durch eine dunkle Winternacht irrt.

Romantische WINTERREISE mit Matthias Ludwig
Liederzyklus von Franz Schubert
(Foto: priv. über Pressestelle des Stadttheaters Giessen)
Als zielloser Wanderer mag sich auch der Textdichter selbst verstanden haben: Wilhelm Müller, der durch seine Verse seine Enttäuschung über die politischen Zustände in Deutschland zu Beginn der 1820er Jahre hindurch schimmern lässt. Doch er bringt auch eine vage Hoffnung auf Freiheit und Nationalstaatlichkeit zum Ausdruck und packt die politischen Themen in ein romantisches Gewand.
Eine tiefe innere Verbundenheit mit der Dichtung Müllers lässt sich aus der farbenreichen Musik Schuberts heraushören. DIE WINTERREISE nimmt unter den über 600 Liedern Schuberts einen ganz besonderen Platz ein und avancierte neben der SCHÖNEN MÜLLERIN zum berühmtesten Zyklus des Wiener Komponisten.
Kaum ein Liedsänger des 20. Jahrhunderts hat es sich nehmen lassen, DIE WINTREREISE zu interpretieren. Der Gießener Sänger Matthias Ludwig reiht sich nun – am Klavier begleitet vom stellvertretenden Generalmusikdirektor Herbert Gietzen – in diese Tradition ein. Sein geschmeidiger Bariton ist wie geschaffen dafür, die romantischen Lyrismen der einzelnen Lieder wie auch die Verletzlichkeit des Wanderers vollendet zum Ausdruck zu bringen.
Bariton: Matthias Ludwig
Klavier: Herbert Gietzen
Giessen, 11. März 2011 / Foto: priv. über die Pressestelle des Stadttheaters Giessen
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