WIESBADEN (mip/r). Nachdem die Baupreise in den vergangenen beiden Jahren nur moderat stiegen, scheint die konjunkturelle Erholung den Spielraum für Preisanhebungen wieder zu weiten. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes nahm der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden im Februar 2011 gegenüber November 2010 um 1,0 Prozent zu. Die Baupreise werden von der Statistik im Abstand von drei Monaten erhoben. Die Jahresteuerungsrate stieg im Februar auf 2,2 Prozent und lag damit merklich über dem Durchschnittswert des Jahres 2010 von 1,3 Prozent.
Die Preisentwicklung der einzelnen Bauleistungen verlief unterschiedlich. Binnen Jahresfrist verteuerten sich vor allem Stahlbauarbeiten (plus 7,2 Prozent), die Leistungen von Elektrikern (plus 3,9 Prozent), Zimmer- und Holzbauarbeiten (plus 3,7 Prozent) sowie Gerüstarbeiten (plus 3,3 Prozent). Für das Anbringen von Wärmedämmverbundsystemen mussten 1,3 Prozent höhere Preise als vor einem Jahr gezahlt werden. Da sich Haushaltsenergie im gleichen Zeitraum um fast zehn Prozent verteuerte, wurde das Wärmedämmen von Wohnhäusern deutlich „lohnender“.
Schönheitsreparaturen in einer Wohnung verteuerten sich im Februar 2011 gegenüber November 2010 um 0,3 Prozent und binnen Jahresfrist um 0,7 Prozent.
Giessen, 14. April 2011
Mai 2012
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