
Die Grundsteinlegung für die neue Kinderklinik in Giessen (Bild: Giessen-Server.de)
GIESSEN (mip/r). Auf dem Areal des Universitätsklinikums Giessen ist heute in Anwesenheit von Herrn Ministerpräsident Roland Koch, dem Giessener Oberbürgermeister, Herrn Heinz-Peter Haumann, Herrn Dekan Prof. Dr. Wolfgang Weidner sowie Vertretern der Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH, der Grundstein für den ersten Bauabschnitt des großen Neubaus – Neuerrichtung der Kinderklinik – gesetzt worden.
Die Neuerrichtung der kompletten Kinderklinik mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund EUR 40 Mio erfolgt als Vorwegmaßnahme zum großen Klinikneubau in einem ersten Bauabschnitt im Bereich der ehemaligen Gebäude HNO- und Infektionskinderklinik. Diese Gebäude waren zwischen 50 und 90 Jahren alt und entsprachen in ihrer Struktur und Funktionalität nicht mehr dem Anspruch an eine patientenorientierte, universitäre Krankenversorgung.
Der erste Bauabschnitt umfasst eine Nutzfläche von rd. 13.500 m2 und stellt damit rund ein Fünftel der gesamten Baumaßnahme dar. In der neuen Kinderklinik – inkl. dem in 2006 in Betrieb genommenen Kinderherzzentrum – werden 130 Betten vorgehalten, einschließlich der pädiatrischen Intermediate Care- und Intensiv-Betten.

Ministerpräsident Roland Koch hob die schnelle Umsetzung der Bauplanung und des Baubeginns hervor (Bild: Giessen-Server.de)
Mit der aktuellen Baumaßnahme werden die bislang dezentral und teilweise mehrfach vorgehaltenen Strukturen und Funktionalitäten zentral zusammengeführt und damit Synergien im Sinne einer kindgerechten Versorgung am Universitätsklinikum Gießen realisiert. Gleichzeitig wird mit der Implementierung zukunftsorientierter Strukturen den aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen Rechnung getragen. Darüber hinaus bereitet der erste Bauabschnitt konzeptionell und logistisch die Anbindung komplementärer Gebiete/Fachrichtungen des zweiten Bauabschnittes vor. So wird etwa die Entbindungsstation im zweiten Bauabschnitt unmittelbar an die Neonatologie des ersten Bauabschnitts anschließen.
Nach Abschluss des ersten Bauabschnittes im Sommer 2008 wird die Kinderklinik in die neu errichteten Gebäude einziehen. Anschließend werden die „alte“ Kinderklinik sowie das Parkhaus und der „alte“ OP-Trakt abgerissen und „machen Platz“ für den sich anschließenden großen Klinikneubau, erklärte Gerald Meder, Vorsitzender der Geschäftsführung der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH. Die Gesamtbaumaßnahme soll bis zum 31.12.2010 abgeschlossen werden und der Betrieb aller somatischen Fächer dann in den neuen Räumen beginnen.

Gerald Meder (li), Ministerpräsident Roland Koch und Wolfgang Pföhler (Bild: Giessen-Server.de)
„Mit der heutigen Grundsteinlegung stehen wir nicht nur zu unseren Investitionszusagen gegenüber unserem Mitgesellschafter, dem Land Hessen, sondern tragen der uns vor 15 Monaten mit der Übernahme der Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH verbundenen Verantwortung für unsere Patienten ebenso wie für Forschung und Lehre vollumfänglich Rechnung“, stellte Wolfgang Pföhler, Vorsitzender des Vorstandes der Rhön-Klinikum AG fest.
Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch hob die schnelle Umsetzung der Bauplanung und des Baubeginns hervor, zu denen sich die Rhön-KlinikumAG vertraglich verpflichtet hat. Dass mit dem Neubau der Kinderklinik begonnen werde, sei besonders zu begrüßen. Er äußerte sich sehr zufrieden über die Privatisierung des Universitätsklinikums. Das Patientenwachstum um 4 Prozent zeige, dass die Bevölkerung das Universitätsklinikum annehme.
Herr Dekan Prof. Dr. Weidner erinnerte in seinem Grußwort an das 400-jährige Jubiläum der Justus-Liebig-Universität Gießen und unterstrich die Bedeutung des Neubaus für den Fachbereich Medizin.„Für den Fachbereich Medizin stellen die geplanten und nun in Angriff genommenen neuen Strukturen eine deutliche Verbesserung dar. Mit rund EUR 20 Mio wird die Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH patientennahe Strukturen für Forschung und Lehre schaffen. Durch die enge Anbindung an den Klinikneubau wird sich die Qualität der studentischen Ausbildung verbessern und gleichzeitig werden Synergien geschaffen und Wege verkürzt.“

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Zufrieden zeigte sich der Oberbürgermeister, Herr Heinz-Peter Haumann: „Das größte Bauvorhaben bzw. Investitionsprojekt in der Stadt Giessen ist sicher auch eines der schnellsten.“ Dank der guten Zusammenarbeit zwischen der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH und der Bauverwaltung der Stadt Giessen konnten in knapp einem Jahr die Bauplanung, die Antragstellung, die Baugenehmigung, der Abriss der alten Gebäude sowie die Grundsteinlegung erfolgen. Damit werde die heimische Wirtschaft belebt und Arbeitsplätze in der Region würden gesichert.
Giessen, 09. Mai 2007 / alle Bilder: Frank Sygusch (Giessen-Server.de)
Mai 2012
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