
von links: Dr. Heinz-Joachim Mäurer, Geschäftsführer der Schunk Sintermetalltechnik GmbH; Gerhards Federer, Mitglied der Unternehmensleitung der Schunk-Gruppe und Nachfolger von Hr. Dr. Kotzur ab 01. Juli 2007; Dr. Dagobert Kotzur, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Gruppe; Jörg-Uwe Hahn, FDP Landes- und Fraktionsvorsitzender der FDP Hessen; Cornelia Maykämper, Stadtverordnete Lollar; Andreas Becker, Kreisvorsitzender der FDP Giessen und Karl Zissel, Fraktionsvorsitzender in der Regionalversammlung Mittelhessen (Bild: Giessen-Server.de / Frank Sygusch)
GIESSEN (mip/r). Der hessische Landes- und Fraktionsvorsitzende der FDP, Jörg-Uwe Hahn, und eine Delegation der FDP statteten der Schunk-Gruppe heute einen Besuch am Standort in Heuchelheim ab, der im Rahmen einer Besuchsreihe der FDP bei innovativen hessischen Unternehmen stattfand.
Empfangen wurden die Vertreter der FDP von Geschäftsführer Gerhard Federer, Mitglied der Unternehmensleitung der Schunk-Gruppe und Dr. Heinz-Joachim Mäurer, Geschäftsführer der Schunk Sintermetalltechnik GmbH, im neuen Konferenzzentrum der Schunk-Gruppe. Mit einem Vortrag über Geschichte, Entwicklung und Produktspektrum des Unternehmens, vermittelte Gerhard Federer einen Einblick in die verschiedenen Geschäftsbereiche des Unternehmens.

Gerhard Federer, Mitglied der Unternehmensleitung der Schunk-Gruppe und
Nachfolger von Hr. Dr. Kotzur ab 1. Juli 2007 (Bild: Frank Sygusch)
Die FDP-Delegation war vom Erfolg der Schunk-Gruppe beeindruckt: 2006 hat die Schunk-Gruppe mit 60 operativen Gesellschaften und Standorten in 26 Ländern gut 750 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Weltweit beschäftigt das Unternehmen ca. 7.500 Mitarbeiter.

Jörg-Uwe Hahn,FDP Landes- und Fraktionsvorsitzender Hessen (Bild: Frank Sygusch)
Nach dem Vortrag tauschte man sich rege zum Thema Wirtschaftsstandort Rhein-Main-Gebiet und Hessen und dem damit eng verbundenen Thema Innovationen in Unternehmen aus.

Dr. Dagobert Kotzur (Bild: Frank Sygusch)
Der Vorsitzende der Unternehmensleitung, Dr. Dagobert Kotzur, stieß später nach einem wichtigen Geschäftstermin zu dem Gespräch hinzu. Im Anschluss an ein Pressegespräch begleitete Dr. Dagobert Kotzur die Gruppe bei einem anschließenden Betriebsrundgang. Jörg-Uwe Hahn zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft des Unternehmens, „dass erfolgreich vom Standort Heuchelheim hinaus in die weite Welt agiert“.
Das Thema Innovationen wird bei der Schunk-Gruppe als global agierendem Technologiekonzern groß geschrieben. Die Unternehmensbereiche des Konzerns Kohlenstofftechnik und Keramik, Umweltsimulations- und Klimatechnik, Sintermetalltechnik sowie Ultraschall- und Emailtechnik werden ständig weiterentwickelt und ausgebaut.

Produkte aus der Schunk Sintermetalltechnik für die Automobilindustrie (Bild: Frank Sygusch)
So entwickelte Schunk beispielsweise für die Halbleiter- und Solarzellenindustrie Schmelztiegel zur Siliziumherstellung aus kohlefaserverstärktem Kohlenstoff, die bei Temperaturen von ca. 1.650 Grad Celsius betrieben werden. Bipolarplatten von Schunk sind in den ersten serienmäßig hergestellten Brennstoffzellen enthalten. Schunk liefert Stromübertragungstechnik für Generatoren von Windkraftanlagen und für Marsfahrzeuge. Mit der gleichen Technologie ist Schunk Weltmarktführer in der Stromübertragungstechnik für Waschmaschinenmotoren, Staubsauger, Elektrowerkzeugen und Elektromotoren im Auto.

Die Schunk Sintermetalltechnik entwickelt in enger Partnerschaft mit der Automobilindustrie innovative Komponenten für PKW-Motoren. Schunk hat so genannte Regelkulissen zur variablen Ventilsteuerung für besonders leistungsfähige Motoren entwickelt. Aus hochwarmfesten Legierungen stellt Schunk Verstellringe für Turbolader her.
Zur Simulation von Umwelteinflüssen entwickelt die zur Schunk-Gruppe gehörende Weiss Umwelttechnik Klimakammern für die Automobilindustrie, mit denen z. B. die Funktionstüchtigkeit von Airbags bei extremen Umweltbedingungen zuverlässig getestet werden können.

Moderne Telekommunikationsanlagen, Operationssäle und Reinräume werden mit Klimasystemen der ebenfalls zum Schunk-Konzern gehörenden Weiss Klimatechnik ausgestattet.
Kabelbäume werden heute in Großserie mit Ultraschallschweißanlagen aus dem Hause Schunk hergestellt. An dieser Technologie hält Schunk die wesentlichen Patente.
Die Schunk-Gruppe hat sich zudem durch die Entwicklung einer neuartigen Internetplattform für Ingenieure herausragend positioniert. Zur Hannover Messe 2007 hatte Schunk eine speziell für die komplexen Fragestellungen von Ingenieuren entwickelte Datenbank für Werkstoffe und Anwendungen aufgebaut, die sich durch ein neues Suchverfahren gezielt als „Werkstoffkonfigurator“ einsetzen lässt.

Mit Werkstoffen und Komponenten aus Kohlenstoff, Keramik, Quarz und Verbundwerkstoffen, die unter anderem in Elektromotoren, Dichtungen, Hochtemperaturöfen oder in der Halbleiterindustrie eingesetzt werden, mit Sintermetallprodukten für die Automobilindustrie, mit Systemen zur Umwelt- und Klimasimulation, Klimasystemen für Krankenhäuser und Reinräume sowie Technologien in der Ultraschallschweißtechnik ist die Schunk-Gruppe breit aufgestellt.
Giessen, 11. Mai 2007 / alle Bilder: Frank Sygusch (Giessen-Server,de)
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