am Samstag, dem 12. Mai 2007 | 20.00 Uhr | TiL
GIESSEN (mip/r). Wie funktioniert das eigentlich mit der Liebe? Das fragen sich Bastien und Bastienne, die sich in ihrem hausgemachten Chaos aus Tricksereien, Untreue und Eifersucht, Missverständnissen, Trennung und Versöhnung kaum noch zurechtfinden. Bastien hat an seiner treuen Bastienne nicht mehr genug; viel lieber rennt er einer luxuriösen Anderen hinterher, was Bastienne rasend eifersüchtig macht. Zum Glück taucht Colas – ein wahrer Engel auf Erden! – auf, der für beide gute Tipps parat hat. Mit viel Zauberei, ein wenig Intrigenspinnerei, aber auch mit einer gehörigen Portion gesunden Menschenverstands dreht er den Spieß um: Plötzlich zeigt Bastienne sich als flatterhaftes, leichtsinniges Wesen und treibt nun ihrerseits den reumütigen Bastien zur Eifersucht. Nach vielen Verwicklungen steht der Versöhnung am Ende jedoch nichts mehr im Wege, und jeder bekommt, was und wen er verdient.
Am Samstag, dem 12. Mai, um 20.00 Uhr bietet sich die letzte Gelegenheit in dieser Spielzeit, das Singspiel in der Til-Studiobühne zu erleben.
Herbert Gietzen leitet vom Cembalo aus neunköpfige das Kleinorchester durch die hinreißend sympathische Inszenierung von Hans Walter Richter. Mozarts patent-praktische „Liebesschul’“ um das ewig zankendes Pärchen Bastien (Henrietta Hugenholtz) und Bastienne (Alfia Kamalova), das erst durch die Hilfe des „Zauberers“ Colas (Matthias Ludwig) wieder zueinander findet, wird unter Richters Regie zu einem modernen Märchen – und ist zugleich so zeitlos wie die Liebe selbst.
Giessen, 11. Mai 2007
Mai 2012
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