WIESBADEN (mip/r). Ende 2010 waren gut 1,21 Millionen oder ein Fünftel der hessischen Bevölkerung 65 Jahre oder älter. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes lag dieser Anteil vor zehn Jahren bei rund 17 Prozent. Zurückgegangen ist im gleichen Zeitraum dagegen der Anteil der 20- bis unter 65-Jährigen, und zwar um 1,8 Prozentpunkte auf gut 61 Prozent. Der Anteil der unter 20-Jährigen fiel mit knapp 19 Prozent ebenfalls niedriger aus als im Jahr 2000 (20,6 Prozent). Im selben Zeitraum stieg das Durchschnittsalter um 2,3 Jahre auf 43,4 Jahre.
Von den kreisfreien Städten und Landkreisen Hessens weist die Stadt Offenbach am Main mit einem Durchschnittsalter von 41,3 Jahren die jüngste Bevölkerung auf, am ältesten ist sie im Werra-Meißner-Kreis mit durchschnittlich 46,1 Jahren. Die stärkste Zunahme gegenüber 2000 verzeichnete der Vogelsbergkreis mit 3,8 Jahren. Am wenigsten „alterte“ die Bevölkerung in den kreisfreien Städten Frankfurt am Main (0,1 Jahre), Darmstadt (0,3 Jahre) und Offenbach am Main (0,5 Jahre).
Auf kommunaler Ebene hatte die Stadt Raunheim (Landkreis Groß-Gerau) Ende 2010 mit 39,2 Jahren die jüngste Durchschnittsbevölkerung, und in Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis) war das Durchschnittsalter mit 50,5 Jahren am höchsten. Die stärkste „Alterung“ weist die Gemeinde Neu-Eichenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg) auf, deren Durchschnittsalter der Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren um sechs auf 47,8 Jahre anstieg.
In der Universitätsstadt Giessen war die Zunahme um 0,4 auf 40,2 Jahre am geringsten, und in der Gemeinde Niederdorfelden (Main-Kinzig-Kreis) nahm das Durchschnittsalter gegenüber der letzten Dekade sogar um 0,5 auf 40,4 Jahre ab.
Giessen, 15. August 2011
Mai 2012
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