Historisches Blech und viel Prominenz am Start / Oldtimersternfahrt zum Hessentag 2007 nach Butzbach

Die Organisatoren des ADAC mit Teilnehmern und dem Gastgeber des Pressegesprächs vor dem Hause Karstadt in Giessen (Bild: Giessen-Server.de)
GIESSEN (sz). Über 300 Old- und Youngtimer brettern und tuckern bald über den Seltersweg und die Sonnenstrasse in Giessen. Da schlagen die Herzen der Liebhaber alter Automobile und Motorräder schon höher. Am 02. Juni werden viele Teilnehmer der Oldtimer-Sternfahrt des ADAC auch Giessens Innenstadt ansteuern. Die Autos und Motorräder fahren von sechs verschiedenen Ausgangsorten nach Butzbach. Dort findet aus Anlass des Hessentages das Abendprogramm statt. Doch auch auf der Zwischenstation in Giessen wird der „Auto- und Motorrad Club Giessen“ (AMC) Veranstaltungen für alle Zuschauer bieten. Bei Karstadt stellten die Organisatoren von ADAC und AMC die Fahrt in einem Pressegespräch vor.

Organisationsleiter der Oldtimerfahrt, Manfred Möll vom ADAC (Bild: Frank Sygusch)
Der Organisationsleiter der Oldtimerfahrt, Manfred Möll vom ADAC, schwärmte vom Lebensgefühl, das mit den alten Autos verbunden wird. „Beim Anblick der Oldtimer denken viele an den ersten Urlaub und die Jugendzeit zurück“, sagte er. Vor zwölf Jahren habe die letzte Fahrt die Stadt Giessen gestreift. „Damals hatten wir schon 100 000 Zuschauer“, erinnerte er, „danach wechselten wir jährlich zwischen den Bundesländern Hessen und Thüringen“. In diesem Jahr sei die Verknüpfung dieser Fahrt und der Oldtimer-Veranstaltung anlässlich des Hessentages in Butzbach besonders attraktiv.
„Deshalb werden wir erstmals eine Sternfahrt nach Butzbach organisieren“, so Manfred Möll. Das bedeutet, dass am 02. Juni über 300 Oldtimer Butzbach sternförmig aus sechs Abfahrtsorten ansteuern werden. Das hieße, der Hessentag würde bundesweit durch die Fahrt bekannt werden, sagte er optimistisch.

Gerhard Becker, Leiter des Auto- und Motorrad Clubs Giessen AMC (Bild: Frank Sygusch)
„Die Stadt Giessen ist dabei ein besonderer Durchfahrtsort“, so Gerhard Becker, Leiter des Auto- und Motorrad Clubs Gießen (AMC). Zwei der Routen mit den Ausgangspunkten Weilburg und Allendorf (Eder) führten nämlich in Heuchelheim zusammen und treffen dann gemeinsam gegen 12.30 Uhr in Giessen ein.
„In Giessen werden die Autos dann kurz vor Mittag in den Seltersweg einfahren, am Kugelbrunnen vorbei und können so von allen bestaunt werden“, sagte Becker. In Giessen sei auch einer der Kontrollpunkte, an denen die Fahrer einen Buchstabenstempel für das Lösungswort bekommen, sodass die komplette Teilnahme nachgewiesen ist. Manfred Möll erläuterte, dass es statt auf Geschwindigkeit wie bei offiziellen Rennen, auf die Lösung verschiedener Aufgaben wie korrektes Einparken am ankomme. „Auch der Oberbürgermeister wird im Oldtimer eines Teilnehmers von Giessens Partnerstadt Winchester ein Stück mitfahren“, sagte Gerhard Becker (AMC). Weitere Prominente Autos und Fahrer seien schon angemeldet.
Alle Etappen starten morgens um 8.00 Uhr und wer von den Teilnehmern die Aufgabe am besten löst, wird als Preis einen hessischen Löwen in Bronze, Silber oder Gold erhalten. „Unglaubliche 1200 Helfer von 70 Automobil-Ortsclubs unterstützen die Sternfahrt“, so der Organisator Möll, „dabei sind im Unterhaltungsprogramm auch kulturelle Angebote in den einzelnen Ortschaften“.
Die Abschlussveranstaltung finde dann abends in Butzbach statt, wo alle Automobile zusammen treffen. Am 3. Juni findet noch ein Kaiserpreisrennen durch den Taunus statt, angelehnt an ein Autorennen, das Kaiser Wilhelm von 100 Jahren selbst ausgeschrieben hat. „Das war die Geburtsstunde der Ralley auf abgesperrten Routen“, erklärte Möll vom ADAC.

Gabriela Ciamperla vom Hause Karstadt, Manfred Möhl (2.v.li.), Eo Müller (Mi.), Gerhard Becker und Gerd Frey (re) freuen sich auf die Oldtimmersternfahrt am 02. Juni (Bild: Giessen-Server.de)
Zum 12. Mal innerhalb der insgesamt 13 Oldtimerfahrten in Hessen und Thüringen werden die gebürtigen Giessener Eo Müller und sein Beifahrer Gerd Frey mitfahren. „Wir waren schon immer Motorverrückte“, sagte Gerd Frey, „und wenn man einmal fährt, ist man für immer infiziert“. Sie werden ihren Porsche 356 lenken. Das Fahrzeug konnte vor einigen Jahren aus den USA rückimportiert und restauriert werden.

Frank Werner (li.) aus Giessen vor seinem Mercedes 170 S im Gespräch mit dem Geschäftsführer von Karstadt, Winfried Behrens (Bild: Frank Sygusch)
Mit dabei sein wird auch Frank Werner aus Giessen mit seinem Mercedes 170 S Cabriolet. „Ich bin durch Zufall zu den Oldtimern gekommen, weil ich zum Nebenverdienst alte Autos repariert habe“, sagte er, „es ist toll bei den Treffen unter Gleichgesinnten zu sein und Oldtimerfahrer sind wirklich interessante Menschen“.
Oldtimer sind gesetzlich Autos ab dem Alter von 30 Jahren, doch bei der ADAC Oldtimerfahrt werden auch so genannte Youngtimer ab dem Alter von 25 Jahren zugelassen. „Wir wollen möglichst die ganze Palette von Autos ab Baujahr 1905 bis 1982 bieten“, so Manfred Möll. 273 Bewerbungen seien schon eingegangen, doch sind noch Plätze frei.
Giessen, 17. Mai 2007 / alle Bilder: Frank Sygusch (Giessen-Server.de)
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