GIESSEN (mip/r). Dr. Christian Apitz, Oberarzt am Giessener Kinderherzzentrum, hat in diesem Jahr den Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Kardiologie erhalten. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre für ein abgeschlossenes und hochrangig publiziertes Forschungsprojekt vergeben.
Apitz wurde ausgezeichnet für seine Arbeit „Impact of restrictive physiology on intrinsic diastolic right ventricular function and lusitropy in children and adolescents after repair of tetralogy of Fallot“, die in der Zeitschrift „Heart“ erschienen ist. Darin geht es um Untersuchungen zur Funktionsanalyse der rechten Herzkammer. Die „Fallot'sche Tetralogie“ ist ein bei Kindern und Jugendlichen häufiger, komplexer Herzfehler. Wird dieser Herzfehler durch eine Operation korrigiert, kommt es oft zur Überbelastung der rechten Herzkammer durch eine undichte Lungenschlagader-klappe. Mithilfe eines speziellen Herzkatheters („Conductance-Katheter“) haben Wissenschaftler um Dr. Apitz bei diesen Patienten eine spezifische Funktionsstörung der rechten Herzkammer beschrieben, die möglicherweise durch Modifikationen der Operationsmethode oder einen früheren Ersatz der Lungenschlagaderklappe vermieden werden kann.
Giessen, 26. Oktober 2011
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