Der Technologie- und Weltkonzern Schunk-Group ab Juli mit neuer Unternehmensleitung
GIESSEN (mip/fs). Zahlreiche geladene Gäste aus dem In- und Ausland erlebten die offizielle Verabschiedung und den anvisierten Führungswechsel beim Technologie- und Weltkonzern Schunk in Heuchelheim. Der Empfang zur Verabschiedung von Dr. Kotzur fand in der Kongreßhalle in Giessen statt.

Dr. Dagobert Kotzur verabschiedet sich (Bild: Giessen-Server.de)
Dr. Dagobert Kotzur, der Mann, der die Geschicke des Konzerns 14 Jahre lang sicher durch Höhen und Tiefen der Weltwirtschaft lenkte, wird sich am 1. Juli 2007 bei der Schunk-Gruppe verabschieden.

Dr. Dagobert Kotzur begrüßte mit seiner Frau Roswitha die geladenen Gäste in der Kongreßhalle in Giessen (Bild: Giessen-Server.de)

Dr. Kotzur übernahm den Vorsitz der Unternehmensleitung am 1. Juli 1993 zu einem Zeitpunkt, an dem die Schunk-Gruppe in eine gefährliche finanzielle Schieflage geraten war. Dr. Kotzur gelang es rasch und mit konsequenten Entscheidungen das Wohl des gesamten Unternehmens im Auge zu behalten und entwickelte eine veränderte und neue Konzernstruktur.

Der Präsident der Justus-Liebig Universität Stefan Hormuth wird begrüßt (Bild: Giessen-Server.de)
Seine Vision: Ein gesunder, gut florierender und vor allem breit aufgestellter Technologiekonzern. Dieser Vision folgte er zielstrebig und ließ sich auch durch notwendig gewordene unliebsame Entscheidungen und die Reaktionen darauf nicht beirren.
Kotzur´s Credo lautet: „Wenn Du von einer Entscheidung überzeugt bist und keiner kann Deine Überzeugung erschüttern, dann führe die Entscheidung konsequent durch.“
Kotzur hatte den Blick für das Wesentliche. Er konzentrierte sich zunächst auf die Kernbereiche der Schunk-Gruppe, verkaufte die Tochterunternehmen, die nicht mehr passten oder legte sie still und kaufte Unternehmen, die besser passten. Er expandierte in Asien, in den USA, in Europa und entwickelte sukzessive eine Konzernstruktur, die erfolgreich im harten internationalen Wettbewerb bestehen kann.

Die Weltraumfahrt nutzt Schunk Produkte
Die Anzahl der Tochtergesellschaften stieg während Kotzurs Wirken von 26 auf 60 in 26 Ländern.
Dr. Kotzur und damit die Schunk-Gruppe hat die Globalisierung nie als Gefahr, sondern als Chance begriffen. Besonders erfreut ist Kotzur darüber, dass der Anteil des Asiengeschäftes bei Schunk von 1 % am Gesamtumsatz auf 8 % gestiegen ist.
Unter Kotzurs Ägide wuchs der Umsatz der Schunk-Gruppe von 289 Mio. Euro im Geschäftsjahr 1993 auf gut 753 Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl bei Schunk erhöhte sich von ca. 4.000 auf knapp 7.500, wobei mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland angesiedelt sind. 2006 konnte die Schunk-Gruppe ihren Umsatz um gut 10 % steigern. Der Gewinn stieg sogar deutlich stärker und die Investitionen lagen auf Rekordhöhe.

(von li.) Prof. Dr. F.W. Selchert ; Dr. D. Kotzur; Prof. D. Weidemann; Hessische Staatsminister V. Bouffier und Dr. W. Maaß (Bild: Giessen-Server.de)
Da sich die Finanzkraft der Schunk-Gruppe in den letzten Jahren deutlich gesteigert und die Eigenkapitalquote ein weit überdurchschnittliches Niveau erreicht hat, konnte erstmals wieder nach langer Pause für das Jahr 2006 eine Gewinnbeteiligung an die Mitarbeiter der Schunk-Gruppe ausgeschüttet werden.
All dies erfüllt Kotzur mit besonderem Stolz und er wünscht daher seinen Nachfolgern: „… weiterhin eine glückliche Hand bei ihrem Wirken zum Wohle der Schunk-Gruppe und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
Die Entscheidung über die Führung der Schunk-Gruppe ist schon seit längerem gefallen. Die Unternehmensleitung wird nach dem Ausscheiden von Dr. Kotzur auf drei Mitglieder erweitert.
(von li.) Dr. Heinz-Joachim Mäurer, Dr. Dagobert Kotzur; Gerhard Federer und Dr. Arno Roth (Bild: Giessen-Server.de)
Direkter Nachfolger von Dr. Kotzur und somit ab 1. Juli 2007 Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk-Gruppe wird Gerhard Federer. Federer kam 2003 zu Schunk und ist dort seitdem Kollege von Kotzur in der Konzernleitung und hat die letzten vier Jahre erfolgreich mitgestaltet.

Gerhard Federer - Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk-Gruppe ab Juli 2007 (Bild: Frank Sygusch)
Er ist zukünftig zuständig für die Geschäftsbereiche Sintermetall und Email sowie für die unternehmenspolitisch wichtigen Bereiche Personal, Finanzen, Strategieentwicklung und Beteiligungscontrolling.
Weiteres Mitglied der Schunk-Unternehmensleitung wird ab 1. Juli 2007 Dr. Heinz-Joachim Mäurer, der bereits seit 28 Jahren für die Schunk-Gruppe arbeitet. Mäurer hat in dieser Zeit u. a. den Geschäftsbereich Sintermetalltechnik sehr erfolgreich geleitet und übernimmt ab 1. Juli 2007 die Verantwortung für den größten Schunk-Geschäftsbereich Materials.
Auch Dr. Arno Roth wird ab 1. Juli 2007 als neues Mitglied in die Schunk-Unternehmensleitung berufen. Roth kam 1998 zur Schunk-Gruppe und wirkte in verantwortlicher Position mit. Seit 2001 ist Roth Geschäftsführer der Weiss Umwelttechnik, der Vötsch Industrietechnik und der Weiss Klimatechnik und hat seitdem zur hervorragenden Entwicklung dieser Schunk-Tochtergesellschaften beigetragen. Ab 1. Juli 2007 ist Dr. Roth zuständig für die Geschäftsbereiche Weiss und Ultraschalltechnik.

Vom Traditionsunternehmen zum Konzern, der weltweit agiert: Schunk-Group
Die besondere Struktur der Schunk-Gruppe mit der Ludwig-Schunk-Stiftung e.V. als Eigentümerin ermöglicht eine langfristig angelegte und nachhaltige Geschäftspolitik, die für Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner ein höchstes Maß an Verlässlichkeit und Partnerschaft bietet. Dies ist eine wichtige Grundlage für die zukünftige Strategie.
Giessen, 25. Mai 2007 / alle Bilder: Giessen-Server.de (Frank Sygusch)
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