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Erwerbstätigenzahl in Hessen um 1,5 Prozent gestiegen




GIESSEN (mip/r).                                          Die Zahl der Erwerbstätigen in Hessen stieg im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,5 Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR) mitteilt, setzte sich die im Frühjahr 2010 begonnene positive Entwicklung auch im dritten Quartal verstärkt fort. Der relative Zuwachs im aktuellen Quartal war stärker als im bundesdeutschen Durchschnitt (plus 1,2 Prozent). Im zweiten Quartal entsprach der Stellenaufbau genau dem Bundesdurchschnitt, im ersten Quartal 2011 lag die hessische Entwicklung im Vergleich zum Vorjahresquartal noch deutlich unter dem gesamt-deutschen Wert.


Während die bundesweite Zuwachsrate in den drei Quartalen 2011 im Vorjahresvergleich jeweils um 0,1 Prozentpunkte zurückging, stieg die hessische Zuwachsrate vom ersten bis zum dritten Quartal 2011 kontinuierlich jeweils um 0,2 Prozentpunkte.


Der Zuwachs an hessischen Arbeitsplätzen stützte sich vor allem auf die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.





Bundesweit betrug der Anstieg der Erwerbstätigenzahl im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum 1,2 Prozent. Die Entwicklung war sehr unterschiedlich in den Ländern. Die Veränderungsraten reichten von minus 0,8 Prozent (Mecklenburg-Vorpommern) bis plus 1,8 Prozent (Niedersachsen). Mit einer Zuwachsrate von 1,5 Prozent lag Hessen im vorderen Bereich der Länder. Auch im Vergleich der Regionen gab es einen deutlichen Unterschied: In den alten Ländern (ohne Berlin) betrug die Zuwachsrate plus 1,4 Prozent, während in den neuen Ländern (ohne Berlin) die Entwicklung im aktuellen Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stagnierte.



Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom 17. November 2011 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem alle Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.



Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für das dritte Quartal 2011 wurden auch die Ergebnisse ab dem ersten Quartal 2011 überarbeitet. Die aktualisierten Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR unter www.ak-etr.de abgerufen werden.




Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsplatz erreichen. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Be-schäftigte) oder als Selbstständige einschließlich deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder ver-tragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 1995 stehen.


Aufgrund umfassender Revisionsarbeiten, in deren Verlauf für alle Bundesländer alle bisherigen Regionalergebnisse für die Erwerbstätigen am Arbeitsort grundlegend überarbeitet und auf die neue, ab dem Jahr 2008 gültige Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008) umgesetzt werden, kann derzeit in den Berechnungen noch nicht die Gesamtzahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort ausgewiesen werden.




Giessen, 08. Dezember 2011







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