GIESSEN (mip/r). Es muss etwas ganz Besonderes an diesem Mann sein, den Friedrich von Flotow 1844 zum Titelhelden jener Oper erkor, die ihn berühmt machen sollte: Alessandro Stradella. Erst schmeißt sich die junge Leonore in Stradellas Arme und sagt ihrem Bräutigam in spe auf nimmer Wiedersehen. Dann liegen selbst die beiden von Bassi angeheuerten Auftragskiller Stradella zu Füßen, anstatt Leonore nach Hause und den Verführer um die Ecke zu bringen. Was hat dieser Mann nur, das ihn von allen anderen abhebt? Ganz einfach: Stradella ist ein Sänger, genauer gesagt, ein Tenor. Er besitzt ein hohes „C“ – zum Dahinschmelzen schön. Und er hat das kaum zu beschreibende ganz gewisse Etwas. Alessandro Stradella ist aber nicht nur der Titelheld einer Oper, ihn gab es von 1639 bis 1682 wirklich.
Am kommenden Sonntag, den 22. Januar, führt um 19.30 Uhr eine Soiree aus der Reihe „vorgestellt“ in Friedrich von Flotows Oper ein. Dabei wird Regisseur Roman Hovenbitzer dem Publikum sein Inszenierungskonzept vorstellen und der musikalische Leiter (Dirigent) Jan Hoffmann über Details der Musik informieren. Musikdramaturg Christian Steinbock beleuchtet zudem die Hintergründe der Oper. Die Solisten der Produktion runden mit Auszügen aus dem Werk das Programm der Soiree ab und geben einen klanglichen Vorgeschmack auf die Premiere von ALESSANDRO STRADELLA am 28. Januar 2012.
Der Eintritt zur Soiree ist frei
vorgestellt – ALESSANDRO STRADELLA
Einführungsmatinee zur Oper von Friedrich von Flotow
Sonntag, 22. Januar 2012 | 11.00 Uhr | Großes Haus | Eintritt frei
Giessen, 18. Januar 2012
Mai 2012
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