
Roger M. Buergel und Ruth Noack (Bild: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)
KASSEL. In Eintracht eröffneten heute Ruth Noack (Kuratorin der documenta 12) und Roger M. Buerghel (Künstlerische Leiter der documenta 12) die Eröffnungspressekonferenz in der vollbesetzten Stadthalle zu Kassel. 2700 Journalisten aus aller Welt haben sich für die documenta XII angemeldet, die vom 16. Juni bis zum 23. September die Türen öffnen wird.

Junge Künstlerinnen und Künstler protestierten vor dem Palais (Bild: Frank Sygusch)
Auch der angereiste Hessische Staatsminister Corts hatte die documenta-Flagge an der Dienstkarosse gehisst und, wie hätte es anders nicht sein können: vor dem Palais fand ein Protest gegen den hype unter dem Titel „kassel is dead“ statt.

Der öffentliche Raum füllt sich mit Kunst / documenta XII (Bild: Frank Sygusch)
Nichtsdestotrotz amüsierten sich die Gäste bei der Vorbesichtigung am heutigen Mittwoch bis spät in die Nacht. Und alle waren sehr neugierig auf das Konzept und die Kunstwerke aus aller Welt, die nun 100 Tage lang der Öffentlichkeit zu Verfügung stehen werden. Ein ausgefeiltes Begleitprogramm zur documenta beginnt in den nächsten Tagen.

Es gibt helle und dunkle Kunsträume, in denen der Schatten farbig wirkt. (Bild: Frank Sygusch)
Etwas verspätet öffneten sich schließlich die Türen zum Fridericianum und die Kunstwerke waren damit für die Wahrnehmung und die Referenztätigkeit der journalistischen Identitäten hautnah erfahrbar. Es wurde mächtig geblitzt, was eigentlich verboten und damit gewollt war; und die wunderbaren Räume füllten sich zunehmend mit den Gästen aus aller Welt.

Trisha Brown stellt im Fridericianum aus (Bild: Frank Sygusch)
Einzelne Künstler waren bereits heute anwesend, was die Kunstbetrachtung immens steigerte, weil die Angetroffenen für die Anrede und Antwort viel Zeit hatten und bereitwillig ihre Energie preisgaben.

„Floor of the Forest“. Eine Installation mit Performance von Trisha Brown (Bild: Frank Sygusch)
Besondere Aufmerksamkeit erregten am allerersten documentatag 2007 die Werke von Trisha Brown und Mary Kelly.
Giessen-server.de wird im Verlaufe der documenta XII ausführlich über die beiden Künstlerinnen und ihre Kunstwerke berichten.

Die Tänzerin Yasha Wang als eine der Tänzerinnen und als ein Teil der Performance mit der Installation im Raum (Bild: Frank Sygusch)
Es sind wunderbare Kunstwerke, vor denen der Besucher stundenlang, tagelang ausharren kann, und die Zeit verfliegt, wie im Moment, als wenn die Sonne in Sekunden untergeht. In Bewegung verharren die Seile und Tänzer, wenn der bewegte Raum sich das geschlüpfte Tuch überzieht.

Trisha Brown (* 1936) lebt in New York und ist Tänzerin und Choreographin. Beständig hat sie ihr Bewegungsvokabular erweitert und1970 das Trisha Brown Dance Company gegründet. Aus den Anfängen der siebziger Jahre ist das auf der documenta XII vorgestellte Kunstwerk „Floor of the Forest“. Eine Installation mit Performance, das im Fridericianum ausgestellt ist.
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Oder wenn die "love songs: flashing nipple remix" von Mary Kelly erklingen. Und das in der Form als Bildbetrachtung und Fotographie: Toll!
Mit der documenta XII findet die Fotographie endlich den Eingang in die Kunstform als Bewegungskonzept. Ein ganzer Raum mit Arbeiten von Mary Kelly, die ein Statement auf dem Eröffnungspodium abgab, steht in der Neuen Galerie für die Besucher bereit.

Mary Kelly (* 1941) lebt in Los Angeles und. Ihr Kunstwerk „Love Songs: Flashing Nipple Remix“, aus dem Jahr 2005, besteht aus 3 s/w Diapositive im Leuchtkasten und ist in der Neuen Galerie ausgestellt.
Giessen, 13. Juni 2007 / alle Bilder: Frank Sygusch (Giessen-Server.de) / Ausstellungseröffnung / Preview 13. Juni 2007
Februar 2012
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