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Sicherheitsforschung an gentechnisch veränderter Gerste




GIESSEN (fsy).          Am Donnerstag ist es also soweit: Dann sollen auf kleinen Parzellen von einem Quadratmeter und im Freilandanbau zum ersten Mal in Deutschland transgene Gerstepflanzen freigesetzt werden.

Auf einer randomisierten Versuchsanlage der Universität Giessen im Alten Steinbacherweg werden dann transgene und nicht transgene Pflanzen nebeneinander wachsen und miteinander verglichen. Prof. Karl-Heinz Kogel und sein Mitarbeiter Dr. Patrick Schäfer vom Institut für Phytopathologie und Angewandte Zoologie (IPAZ) erläuterten gestern auf einer Pressekonferenz im Interdisziplinären Forschungszentrum (IFZ) die zentrale Fragestellung des Projektes, an dem auch der Lehrstuhl für Biochemie der Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt ist.


 
Prof. Kogel erklärte, dass viele Jahre darüber geforscht wurde, wie die Gerste transgen veränderbar ist. Seit einigen Jahren ist das nun möglich und man wisse genau, was mit dem Gen passiert und was dessen Funktion und wo es integriert ist. Daher seien klare Aussagen über Wirkung und Veränderung möglich.



Prof. Dr. Kogel




Jetzt möchten die Wissenschaftler mit dem Forschungsprojekt in der Hauptsache die Fragestellung klären, ob „die agronomisch verbesserten Pflanzen unerwünschte Seiteneffekte auf nützliche Bodenpilze wie Mykorrhiza aufweisen“ und damit in das ökologische Gleichgewicht eingreifen. Die Effekte und Risiken auf das Bodenleben und das Agrarökosystem und die Umwelt sollen im Versuch in freier Natur messbar gemacht werden.

Und so werden in den einzelnen Untersuchungsgruppen der Pflanzen künstlich vermehrt die Pilze angesiedelt und es wird verglichen, ob die positiv wirkenden Pilze in den transgenen Pflanzen im Wachstum behindert, in Mitleidenschaft gezogen oder sogar reduziert und geschädigt werden.

 



Mit den ersten Ergebnissen rechnet man in ca. 3 Monaten und die sollen dann veröffentlicht werden.

 


Giessen, 25. April 2006 / Fotos: Frank Sygusch

 


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